Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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erbaut, Minarets, ungeheure Ruinen, zerlumpte und nackte, eckelhafte menſchliche Geſtalten, Buͤffel, Ka⸗ mele, Feigen⸗ und Dattelbaͤume, Seen, Felder von außerordentlicher Fruchtbarkeit, und wieder ganz wuͤſte Strecken, ferner eine brennende Sonunenhitze, welche nie durch Regen oder Wolken gemildert wird ſo hat man ein Bild der phyſiſchen Beſchaffenheit des Landes. 3 Aegypten, einſt die Kornkammer Rom's, ſpaͤter Konſtantinopels, bringt Getraide, Reis, Gemuͤfe, Flachs, Hanf, Zucker, Indigo, edle Fruͤchte und Gewuͤrze, Marmor, Salpeter, Natrum ꝛc. in Menge; allein an Brennholz fehlt es ganz. Außer den europaͤiſchen Hausthieren und dem ſo nuͤtzlichen Ka⸗ mele, giebt es reißende Thiere, Flußpferde, Kroko⸗ dille und Schlangen in dieſem Lande, beſonders auch viel Gefluͤgel in der Wuͤſte ganze Heerden von Straußen.

Jenſeit dieſer oben beſchriebenen ſchoͤnen Landſchaft iſt die Wuͤſte, ein Sandmeer, deſſen Einfoͤrmigkeit nur von einigen Zelten der Beduinen, und von einzelnen, auf weite Strecken von einander entfernte Brunnen unterbrochen wird.

Aegypten, die Wiege der Wiſſenſchaften und Kuͤnſte, dieß klaſſiſche Land, welches die beruͤhmteſten Denkmaͤler des Alterthums enthaͤlt, war bekanntlich unter den Phargonen und Ptolomaͤern ein un⸗ abhaͤngiges Koͤnigreich, und beſonders unter den letz⸗