Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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durch ſeine Ueberſchwemmungen ſo fruchtbare Dreieck, Delta genannt, bilden, deſſen Bahn an der Mee⸗ reskuͤſte, von Bluſium his an den Thurm der Ara⸗ ber bei Alexandrien 60 Stunden betraͤgt. Der weſtliche Arm faͤllt bei Roſette, der oͤſtliche bei Damiette in das mittellaͤndiſche Meer. Im Alter⸗ thume hatte der Nil 7 Muͤndungen.

In den obern Gegenden unterhaͤlt der Nil eine große Anzahl Kanaͤle und Seeu, welche ſich nicht weit von ſeinen tte erſtrecken. Bei ſeiner Annaͤhe⸗

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rung an das Mittelmeer theilt er ſich und ſtroͤmt in

mehreren Muͤndungen und vielen Leitungen in die See, ſo daß er auf den Charten einem Baume gleicht, deſſen zahlreiche Wurzeln ſich in das Meer ſenken, und deſſen hoher Stamm ein dichtes, allein nicht weit ausgebreitetes Laubwerk erzeugt. Der Flugſand der Wuͤſte verengt taͤglich dieſen fruchtbaren Landſtrich, welchen ein Selaven⸗Geſchlecht zum Vortheile eines Tyrannenſtammes bebaut. Das Nilthal iſt auf beiden Seiten von einer felſigen Bergkette begrenzt. Um die Mitte Juni(ur Zeit der Sonnenwende) faͤngt der Nil an zu ſteigen; in der erſten Haͤlfte des Auguſts tritt er uͤber ſeine hohen Ufer, und das Thal des eigentlichen Aegyptens iſt dann bis zum Ok⸗ tober uͤberſchwemmt; die 3 folgenden Monate iſt es

gruͤnend und kothig, den uͤbrigen Theil des Jahres

trocken und ſtaubig. Denkt man ſich auf dieſem Bo⸗ den Doͤrfer von Koth und zerbrochenen Ziegelſteinen