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Die Frauen haben eine weißere Hautfarbe. Ein Maͤdchen, das ſchoͤn heißen ſoll, muß ſich durch große hervorſtechende ſchwarze Augen, den Gazellen oder An⸗ tilopen aͤhnlich, auszeichnen. Weiber wie Maͤnner geben ihren Lippen und Armen eine violette Farbe, aus Fiſchgalle zubereitet, Useiam genannt, welche in die Haut eindringt. Die Tracht iſt nach den Vermoͤ⸗ gens⸗Umſtaͤnden verſchieden. Weder Maͤnner noch Weiber tragen aber Beinkleider.
Von allen Nachbarvoͤlkern bedroht, lebt der raͤu⸗ beriſche Beduine in ſteter Wachſamkeit, arm, un⸗ wiſſend, wild und roh, aber frei und auf ſeine Frei⸗ heit ſtolz.
Als Norden einmal durch das Roſette⸗Thor ging, nahten ihm 20 ſolcher Maͤnner, ihre Luſt, ihn zu pluͤndern, nicht verbergend; allein der unſern Daͤ⸗ nen begleitende Janitſchar hielt ſie doch gluͤcklich ab.
Man thut wohl, bei den Reiſen durch Aegypten einen Janitſcharen in ſeine Dienſte zu nehmen; man kann fuͤr wenige Koſten einen haben. In ſeiner Ge⸗ ſellſchaft wird Niemand ſich unterfangen, dem Reiſen⸗ 1 den Leid zuzufuͤgen. Auch iſt es raͤthlich, tuͤrkiſch ſich zu kleiden. Ein Knebelbart und eine ernſthaft anſehn⸗ liche Miene, meint Norden, ſei in dieſem Lande gut angebracht.
Keinem Fremden aber iſt raͤthlich, und Gefahr droht ihm, wenn er die Schwachheit begehet, ſich in Liebeshaͤndeln zu verwickeln. Oft ſind junge Euro⸗


