raſcht werden koͤnnen. Auf dem Nuͤckwege bemerkte ich in der Ebene gegen Nord viele Eingaͤnge in die Felſen, welche vielleicht fruͤher eben ſo beſchaffen wa⸗ ren, wie die Gruͤfte, welche ich auf der Hinreiſe an beiden Seiten des Weges bemerkt hatte. Nachdem ich Karnack beſchaut hatte, ſchiffte ich am 17. Jaͤnner 1738 auch nach Luxerein, wo ich unter Begleitung des Sohnes von Scheick die Reſte des großen und praͤchtigen Tempels ſah. Die hier ſichtbare Bauart beweiſet den feinen Geſchmack der Aegyptier, welche auch eine vortheilhafte Vorſtellung des Lichts hatten, und auch bei anderen Gebaͤuden als Tempeln anwen⸗ deten. Denn dieſe hatten uͤberhaupt keine Fenſter, und beſtanden aus dicken Mauern mit hieroglyphiſchen Figuren. Theben wunde eher zerſtoͤrt, als die mei⸗ ſten Staͤdte gebaut. Deſſen ungeachtet ſind noch ſo prachtvolle und dauerhafte Ueberreſte zu ſehen, daß jeder Beſchauer bedauern muß, ſie ihrer Beſtimmung fuͤr ewige Zeiten entriſſen zu wiſſen. So alt dieſe Stadt iſt, ſo fruͤh bluͤhten in ihr die Wiſſenſchaften, beſonders Stern kunde und Philoſophie durch Prieſter, welche zuerſt die Zeit in Monate und Jahre abtheilten.
IV. Von Theben nach Erment, Efne, Etfu, Ombus und Aſuan dem glten Syene bei den Katarakten.
Ich verließ Luxerein am Abend, und wir ka⸗


