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das Schiff zuruͤck, und ſie naͤherten ſich unter ſteter Betrachtung. Wir fuhren bei Abuſagat⸗Beniſama gegen Morgen vorbei, woſelbſt ein großes Haus dem Sarakka⸗Schif gehoͤrte, welcher ſich, nach meuchel⸗ moͤrdiſcher Ermordung von 8. Beys zu Kairo, hier⸗ her gefluͤchtet hatte. Die Schiffer konnten nur mit vieler Muͤhe bei ſtillem Winde die Barke ziehen, weil ſie in dieſem Monate vom Aufgange bis zum Unter⸗ gange der Sonne weder eſſen, noch trinken, noch rau⸗ chen durften. Da nach der tuͤrkiſchen Zeit⸗Rechnung innerhalb 32— 33 Jahren dieſes Monat in jede Jahr⸗ reszeit faͤllt, ſo iſt fuͤr den armen Mann des Sommers ſehr beſchwerlich, ſeinen Mund blos mit Waſſer aus⸗ ſpuͤlen zu duͤrfen. Indeſſen bringen ſie die Naͤchte mit Schmauſen und Vergnuͤgungen zu, wenn ſie koͤnnen. Nach dem Verlaufe dieſer Faſten nehmen ſie zuerſt ei⸗ nen Schluck Waſſer; dann rauchen ſie, trinken Kaffee, und halten ein großes Gaſtmal. Nach Mitternacht halten ſie eine andere große Mahlzeit, ehe ſie ſich zu Bett begeben. Jene, welche nichts zu ſchmauſen ha⸗ ben, ſitzen wenigſtens die ganze Nacht auf, und ſchla⸗ fen den groͤßten Theil des Tages, damit ihnen die Fa⸗ ſten nicht zu beſchwerlich wird.
Bei unſerem Voruͤbergehen riefen die Araber den Herrn des Schiffes an das Ufer, und forderten Tobak; dieſer erwiederte zu ihrer Einſchuͤchterung, die Janit⸗ ſcharen im Schiffe wuͤrden ihnen Tobak geben. Da aber der Rauch aus dem Schiffe die Zubereitung der


