Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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Die großen Boote, Marſches, wovon wir eines beſtiegen, haben in der Mitte einen Maſtbaum, und einen anderen an dem vorderen Theile. Man bedeckt das Schiff mit Matten, vermittelſt langer Stangen; unter dieſem Dache ruht das Volk die ganze Nacht. Am 7. Dez. kamen wir mit einem ſanften Winde an, nachdem wir die Pyramiden bei Sakkara und Das⸗ hur gegen Nordweſt von Turphaier im Angeſichte hatten. Wir reiſten verſchiedene Doͤrfer voruͤber, und kamen oſtwaͤrts nach Stalhiteh; zu Righah Nachts an. Die Reiſenden bleiben gewoͤhnlich in dem Schiffe liegen, und halten ſich eine Wache, welche ſie gegen einen Anfall vertheidigen, und das Volk am Stehlen hindern muß.

Den 8. Dez. reiſten wir bei gutem Winde nach dem Kloſter des h. Anton, wo wie in den meiſten aͤgyptiſchen Kloͤſtern ſaͤkulariſirte Prieſter mit ihren Weibern und Kindern leben. Mehrere derſelben muß⸗ ten Steine zur Ausbeſſerung ihres Kloſter⸗Gebaͤudes herbei bringen. Auf unſere Frage nach der Zahl ihrer Glieder hielten ſie uns fuͤr Diener, welche die Steuer von ihnen erheben wollten, und wollten ſich nicht zahl⸗ reicher ausgeben, als wir ſie ſahen. Allein kaum hat⸗ ten wir ihren Irrthum geoffenbart, zeigten ſie uns ihr Kloſter mit vieler Demuth; ihre Armuth beruͤckſichtig⸗ ten wir mit einem Almoſen. Das Kloſter iſt durch eine Mauer gegen die Raͤuber geſichert. Man erzaͤhlte uns neben vielem Wunderlichen, daß der h. Anton