Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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dienſtigten das erworbene Vermoͤgen wieder abgenom⸗ men, unter dem Vorwande, daß die Fuͤrſten nur das Ihrige wieder nehmen. Man rieth mir zur Annahme eines beliebten Namens; ich waͤhlte Joſeph, und fuͤgte Malim, d. i. Herrbei. Ich hatte auch mei⸗ nen Barth wachſen, und mich ganz wie ein Kopte kleiden laſſen. Ich hatte einen ſchwarzen Ceremonien⸗ Rock, ein großes blauweiſſes Tuch um den Hals, wel⸗ ches vorne herab hing, und fuͤr andere Gelegenheiten noch ein ſolches Tuch, welches um den Leib und uͤber den Kopf geſchlagen war. Auch war ich mit einem blauen Hemde, wie die Schiffleute uͤberdeckt. So trat ich die Reiſe mit meinem Bedienten und Dol⸗ metſcher an. Am 6. Dez. 1737 Mittags ſetzten wir

zeug, in welchem wir nach A im kommen wollten, den Hafen verlaſſen hatte, und ½ Tagreiſe voraus geeilt war. Denn ohne dieſe Vorſicht haͤtte man ſich unſeres Fahrzeuges mit Gewalt bedient, die Soldaten nach Roſetto zu fuͤhren, welche der Groß⸗Sultan nach Konſtantinopel gerufen hatte, um in den Krieg gegen die Moſkowiter zu marſchiren. Bei der Ausfahrt zeigte man mir auf der ſuͤdlichen Hoͤhe einen jerfallenen Thurm, welchen man den des Koͤnigs An⸗ tar nennt; ehe wir dahin kamen, hatten wir Oſman

uns in ein kleines gemiethetes han⸗ indem das Fahr⸗

gegen Abend. Wir kamen gegen Nachtzeit an das

große Schiff bei Turphaier, welches an der Juſel Hergeleopolis liegt.