Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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ein großerr und ruhiger Hafen. Auf deſſen ſich all⸗ maͤhlig erhebendem Ufer liegt Chryſopolis, d. i. die Goldſtadt, ſo genannt von den Goldhaufen, welche die Perſer hier einſt als Dribut von den beſiegten Voͤlkern zuſammenhaͤuften nach andern Sagen Chryſes, dem Sohne der Chryſeis und des Agamemnon, welcher aus Furcht vor Ai⸗ giſthus und Klytaͤmneſtra hieher geflohen ſeyn ſoll. Dieſe Stadt, einſt weltberuͤhmt, iſt jetzt ein ziemlich armſeliger Flecken. Fruͤher wohnten Chal⸗ kedonier daſelbſt, jetzt iſt es von Tuͤrken bewohnt. In der Naͤhe iſt der Skutariſche Vorberg, einſt Damalis genannt, wo eine Ueberfahrt uͤber den Bosporus iſt. Hier ſtand eine Saͤule zum Andenken an Damglis, die Gemahlin des Athenienſiſchen Koͤnigs Chares, der ſie hier begraben ließ, als er gegen Philipp den Makedoner hier zur See gluͤcklich kaͤmpfte.

Von dem Orte Damalis gelangt man uͤber Felſen zu der Quelle Hermagoras, und zu dem Hain des Helden Euroſtus. Von der Quelle des Hermagoras bis zu der Ebene der Vorſtadt von Chalkedon iſt das Geſtade des Bosporus ſteil und felſig. Chalkedon hat ſeinen Namen entwe⸗ der von dem Fluſſe Chalkedon, oder von dem Seher Chalkas, der aus Homer's Ilias bekannt iſt. Chalkedon war einſt eine große und beruͤhmte SEStadt⸗ Geburtsort großer Maͤnner, z. B. des Thra⸗