123
erhabener Fels. Ueber dieſen hinaus iſt eine nur bei ganz ruhigem Meere ſichtbare Inſel, deren kel⸗ ſige Gipfel die Kyanen heißen. Zwei dieſer Gipfel befinden ſich in dem von dem genannten Vorberge noͤrdlich begrenzten Buſen Ampelodasz einer da⸗ von heißt die Nonne, der Geſtalt nach. Die ganze Nordſeite des den Buſen umgebenden Vorberges wird das Heiligthum der Goͤtter genannt, weil ebemals viele Altaͤre daſelbſt ſtanden.
Das Heiligthum der Goͤtter iſt allenthalben ſehr ſteil, felſig und mehrere hundert Schritte lang. Der Ruͤcken des Berges iſt ſchmal, und hatte einſt einen Altar, entweder des Zeus oder des Her⸗ mes. Die Mittagſeite des an dieſem Vorberge ge⸗ legenen Buſens, iſt durchaus von einem felſigen Vor⸗ berge, Namens Korakion, gerade dem Epheſier⸗ Hafen gegenuͤber, umgeben. Das breite Ufer hier hat wegen ſeiner Graͤben, die den Ort umziehen, den Namen Panteichion. Hier hatte Beli ſar ein Landgut. Ueber das Panteichion hinaus lie⸗ gen die aſiatiſchen Chelaͤ, d. i. Scheeren, welche nichts als faſt pfadloſe Klippen ſind.
Hinter den Chelen iſt das aſiatiſche Hie⸗ ron, von Phryxus erbaut, als er nach Kolchis ſchiffte; allgemeiner Anhaltsort der Schiffer. Die⸗ ſes Hieron war meiſt im Beſitz der Byzantiner,
ſeltener in dem der Chalkedoner. Es iſt ein von


