Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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101. ſchoͤnſten Ausſichten genießt. Der Meerbuſen, der Bosporus, der Propontis, der ewig beſchneete Olymp und ganz Bythinien fallen hier von beiden Seiten in die Augen. Uebrigens hat Galata auf allen benachbarten Huͤgeln und Thaͤlern Haͤuſer, die ſich jaͤhrlich vermehren; und Galata erreicht vielleicht noch einſt bei gluͤcklichen Umſtaͤnden die Groͤße von Konſtantinopel ſelbſt.

Hiemit haͤtten wir denn die merkwuͤrdigſten Al⸗ terthuͤmer von Konſtantinopel dargelegt. Es wa⸗ ren ihrer wohl bei weitem mehrere, aber auch von den aufgezaͤhlten iſt nichts mehr uͤbrig, als die Saͤule des K. Arcadius, die Purpur⸗Saͤule, die Sophien⸗ Kirche, die ausgepluͤnderte Rennbahn und einige Ciſternen. Welche herrliche Denkmaͤler mußten nicht die erſten bluͤhenden Zeiten des alten freien Byzanz aufzuweiſen haben, wenn ihrer ein Schriktſteller ge⸗ daͤchte? Doch haben Konſtantin der Große, und andere Kaiſer nach ihm, das ihrige redlich gethan, die noch uͤbrigen Denkmaͤler des alten Byzanz zu erhalten, und wieder in guten Stand zu ſetzen.