Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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ſchee ſelbſt wohnen Prieſter und tuͤrkiſche Literaten. Oeſtlich befinden ſich ſchoͤne mit Mauern umgebene Gaͤrten, in denen das Grabmal des Sultans M u⸗ hamed zu ſehen iſt. Es iſt gefertiget in der Form eines Cylinders aus glaͤnzend weißem Marmor, hat ein mit Blei gedecktes Dach, vergitterte Fenſter, und ein Thor mit einem Vorplatze. Der Sarg Mu⸗ hameds iſt mit Sammet uͤberzogen, und ihn bewa⸗ chen Tag und Nacht abwechfelnd die tuͤrkiſchen Mufti. In der Nachbarſchaft ſind mehrere ummauerte Gaͤrten, und das Hoſpital Muhameds.

Der Umfang dieſer Moſchee mit ihren naͤchſten Umgebungen betraͤgt 8 Stadien. Daneben hat Mu⸗ hamed auch noch ſehr große Baͤder fuͤr die ganze Stadt erbauen laſſen, welche fuͤr das maͤnnliche und weibliche Geſchlecht ſehr zweckmaͤßig eingerichtet ſind. Sie ſind die ehemaligen Arcadiſchen und Mode⸗ ſtia' ſchen Baͤder.

Im eilften Quartier iſt ferner aufzufuͤhren der Plazillianiſche Pallaſt. Der Kaiſer Theodos erbaute ihn zur Ehre ſeiner Gemahlin Placilla, wie Juſtinian ſeine Gemahlin So phia durch die So⸗ phianiſchen Palaͤſte verherrlichte. Ueberhaupt ſoll Theodos ſeine Gemahlin ſo uͤberaus zaͤrtlich geliebt haben, daß er in furchtbarem Grimme gegen die An⸗ tiochener wuͤthete, welche wegen einer neuen Auf⸗ lage die Bildſaͤulen ſeiner Placilla auf ihrem Markte umgeworfen hatten.