82
Hochzeit⸗Haus ausgaben(dem Worte nach bedeutet es beides), die Caroſianiſchen Baͤder, von Ca⸗ roſa einer Tochter des Kaiſers Valens. Ferner ſtanden noch auf dem dritten Huͤgel der Tempel der h. Irene und Anaſtaſia, und das Serail der kai⸗ ſerlichen Gemahlinen. Kirchen der h. Irene ſollen drei zu Konſtantinopel geweſen ſeyn. Eine von Konſtantin erbaut, zur Ehre der Kaiſerin Irene neben der Sophien⸗Kirche; eine auf dem dritten Huͤgel im ſiebenten Quartiere; eine erbauet vom Kai⸗ ſer Juſtinian an der Muͤndung des Meerbuſens, geweiht der heiligen Maͤrtyrerin Hirene.— Der Tempel der h. Anaſtaſia lag an dem Mauſoleum und dem Hoſpitale des Sultans Pajazeth, und war einer der am reichſten und koſtbarſten ausſtaffirten. Er ſoll unter K. Leo abgebrannt ſeyn.
Auf dem dritten Huͤgel ſind noch als merkwuͤrdig anzufuͤhren: das Grabmal des Sultans Pajazeth mit ſeinem Hoſpitale, ſammt einem praͤchtigen muha⸗ medaniſchen Tempel, der nach Art der Sophien⸗Kirche gebaut iſt— aus Ziegelſteinen gewoͤlbt, mit Blei ge⸗ deckt, mit weißem Marmor gepflaſtert, und mit 4 von den vortrefflichſten Saͤulen prangenden Gaͤngen, und mit einer herrlichen Fontaine in der Mitte; ferner das Serail mit einer mehr als 2000 Schritte im Umfange habenden Mauer.
Im ſiebenten Quartier befanden ſich noch 3 alte Eiſternen; eine auf dem Platze des ſchon genannten


