Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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60 In der Mitte der Laͤnge der Rennbahn ſteht eine Reihe von* Saͤulen, unter denen eine aus Arabi⸗ ſchem Marmor von 17 Fuß und s Zoll im Umfange iſt, auf welche Ibrahim Paſcha eine Statue des Herkules aus der Ungariſchen Beute aufgeſtellt hatte, die jedoch nach deſſen Tode von den unwiſſen⸗ den, fuͤr alles Schoͤne unempfindlichen Tuͤrken, als eine unnuͤtze Sache den Flammen uͤbergeben wurde.— In derſelben Saͤulen⸗Reihe iſt noch eine andere Saͤule, an welcher in vielen Kruͤmmungen 3 Schlaugen in einander gewunden ſich emporſchlaͤngeln, die mit ihren 3 Köpfen in gleicher Hoͤhe uͤber die Saͤule hervorra⸗ gen.— Warum dieſe Saͤule hier aufgeſtellt wurde, daruͤber erzaͤhlen die Konſtantinopolitaner viel Fabel⸗ haftes. Das Wahrſcheinlichſte iſt, daß Konſtantin im Kriege mit den Perſern den beruͤhmten Delphi⸗ ſchen Dreifuß erbeutet, in der Rennbahn aufgeſtellt, und auf eine dreikoͤpfige eherne Schlange geſetzt habe, wie dieſes auch wirklich zu Delphi der Fall war.

Hierauf folgen in der naͤmlichen Ordnung, wie der Obelisk, der oben beſchriebene Koloß, und die erſt genannte eherne Saͤule— naͤmlich nach der Laͤnge der Rennbahn, und s andere Saͤulen.— Am vorde⸗ ren Theile der Rennbahn fſuͤdweſtlich gegen den Pro⸗ pontis ſtanden, als Gyles noch zu Konſtanti⸗ nopel war, 11 aus weißem Marmor gefertigte Saͤu⸗ len— gewunden— mit Kapitaͤlern und Kronen, und