Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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war, daruͤber ſagt eine ſehr glaubwuͤrdige Nachricht,

daß ſeine Laͤnge von der goldenen Pforte bis an

die Meereskuͤſte in einer geraden Linie 14,615, die Breite aber 6,150 Fuß betragen habe.

Vor Juſtinian unter Theodos dem Juͤn⸗ gern, erbaute der Praͤfect der Stadt, Cyrus, auf des Kaiſers Geheiß eine Mauer, von einem Meere zum andern, mit ſo raſtloſer Thaͤtigkeit, daß das ganze, ungeheure Werk innerhalb 60 Tagen ſeine Vol⸗ lendung erreicht hatte. Erfreut hieruͤber und voll Verwunderung uͤber eine ſo ſchnelle Arbeit, rief das Volk laut im Theater in Gegenwart des Kaiſers Theodos:Konſtantin erbaute die Stadt, Cyrus erneuerte ſie! Doch dieſes Beiifall⸗ Jauchzen erwirkte dem Cyrus die Tonſur und ein Bisthum. 5

Ueber die Urſachen, warum Konſtantin der Große, Byzanz zur Koͤnigin des roͤmiſchen Welt⸗ reiches erhob, melden Sozomenus und andere, daß Konſtantin in einem naͤchtlichen Traum⸗Geſicht von Gott den Auftrag erhalten habe, Byzanz zu einer ſeines Namens wuͤrdigen Stadt zu machen. Andere berichten, daß er wie Julius Caͤſar, dem Haſſe der Roͤmer auszuweichen, das ohnehin erſchoͤpfte Rom verlaſſen, und nach Byzanz ſich begeben habe. An⸗ dere Nachrichten hieruͤber fließen aus parthei'ſchen und falſchen Quellen, und verdienen daher keinen Glauben