reine Luft, die zu große Hitze und das ſchlechte Waſ⸗ ſer anfangs verſchiedene Krankheiten zur Folge gehabt habe, doch allmaͤhlig gewoͤhnten die Spaͤnier ſich an die Landesart und an die Lebensmittel der Indier. An Schweinen und Federvieh fehle es ihnen zwar nicht, aber deſto mehr an Wein und Kleidern. Die ganze Inſel ſei jetzt von Muͤſſiggaͤngern, Ungehorſamen und Liederlichen beſetzt, welche er allmaͤhlig nach Spanien zuruͤck ſchicken muͤſſe. Dieſe Strafe ſei die haͤrteſte ſeit der durch den Aufruhr erſchwerten Ver⸗ waltung der Gerechtigkeit, durch welchen Mangel auch die Zahl der Mißvergnuͤgten zunehme. In Be⸗ treff des Empoͤrers Roldan uͤberlaſſe er die Ent⸗ ſcheidung den beiden Majeſtaͤten, und beſonders ob er und der Adelantade nach Spanien zuruͤck gefor⸗ dert, oder durch unbefangene Bevollmoͤchtigte neue Nachrichten uͤber ſie eingezogen werden ſollten. Er wolle gerne zugeben, daß die Schuldigen ſich Sach⸗ walter annehmen, und dieſen die Beſorgung ihrer Angelegenheiten uͤbertragen moͤchten, wenn ſie nur bis zur Entſcheidung Ihrer Majeſtaͤten pflichtmaͤßig handelten, oder zur Beſeitigung des Aergerniſſes ſich auf die Inſel Porto⸗Ricco begeben wollten. Soll⸗ ten ſie aber ihre Gewaltthaͤtigkeiten noch ferner fort⸗ ſetzen, ſo ſei er zur Rettung der Pflanzſtadt endlich genoͤthigt, die ihm verliehene Macht anzuwenden.
Bloß deren hartnaͤckiger Aufruhr habe ihn bisher gehindert, ſeinen Bruder Bartholomaͤ mit drei
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