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Karvajal und Balleſter an ihn ab, welche ihn in der Umgebung von Escobar, Mexica, Ga⸗ mitz und Niguelme antrafen. Sie boten alle Be⸗ redſamkeit auf, ihm begreiflich zu machen, daß ſein eigener Vortheil ihn zur Verſoͤhnung mit dem Admi⸗ rale bewegen ſollte, welcher ihn noch immer einen guten Freund nenne, und ſeinen Gehorſam mit neuen Beguͤnſtisungen zu belohnen bereit ſei. Waͤhrend der Verhandlungen von mehren Wochen wurden ſehr ſchonende Briefe wechſelſeitig geſchrieben, allein der Abſchluß war noch ferne, ſo lange Roldaus Anhaͤn⸗ ger aus Furcht, der Rache der Kolombe geopfert zu werden, eine muͤndliche Verhandlung ihres Anfuͤh⸗ rers mit dem Admirale vereitelten. Balleſter machte dieſen auf die Gefahr der laͤngeren Zoͤgerung auf⸗ merkſam: denn die Zahl der Empoͤrer wachſe taͤglich, welche bereits einige Soldaten von des Admirals Be⸗ deckung verfuͤhrt haͤtten und die Hoffnung hegten, durch dieſes boͤſe Beiſpiel noch mehre zu verfuͤhren, wodurch ſie zu kuͤhneren Unternehmungen zu ſchreiten in den Stand geſetzt wuͤrden. Dieſes Schreiben Bal⸗ leſters beunruhigte den Admiral ſehr; er ſah ein, wie noͤthig ein kraͤftiger Schritt ſei. Denn die Abga⸗ ben wurden theils gar nicht entrichtet, theils von den Empoͤrern geraubt; die Eingebornen freuten ſich, daß ihre Unterjocher ſich ſelbſt vernichten wuͤrden, und vernachlaͤſſigten abſichtlich den Ackerbau, um die uͤbri⸗ gen Spanier durch Hunger aufzureiben. Man be⸗


