Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

237 deßwegen war deren Mangel fuͤr die jetzt groͤßere Volksmenge um ſo druͤckender daſelbſt.

Nachdem Karvajal die Hoffnung, ſich guͤtlich mit Roldan zu vereinigen, aufgegeben hatte, traf er bald nach der Ankunft der Schiffe auch ein. Der Ad⸗ miral wollte das einzige Mittel der Gewalt nicht er⸗ greifen; er ließ ſich von dem gerichtlichen Verfahren des Adelantade gegen die Empoͤrer unterrichten⸗ vernahm die Ausſagen der geachtetſten Maͤnner, und hoffte den beſten Erfolg von einer guͤtlichen Ausglei⸗ chung in eigener Perſon. Da verſchob er dieſe, bis

er die wahre Geſinnung der Verdaͤchtigen kennen ge⸗

lernt hatte. Da er die Sehnſucht Vieler zur Ruͤck⸗ kehr nach Spanien wußte, und in der ſchwierigen Er⸗ laubniß die Veranlaffung zur Vergroͤßerung der Zahl der Empoͤrer zu finden glaubte; ſo ließ er am 12. Sept. verkuͤndigen, daß alle, welchen der laͤngere Auf⸗ enthalt auf der Inſel unangenehm ſei, nach Spa⸗ nien zuruͤck kehren duͤrften, und mit Schiffen und Le⸗ bensmitteln verſehen werden ſollten. Dieſer Einla⸗ dung ſind Viele gefolgt.

Roldan hatte kaum die Ankunft des Admirals vernommen, ſo brach er aus der Schanze Bongo auf, und zog uͤber eine angnehme und fruchtbare Ebene bis auf 20 Meilen von Sau⸗Domingo. Die Beſorgniß Einiger, er werde ſie mit Gewalt ſeiner Rotte gar wegnehmen, vereitelte der Admiral durch das Anerbieten ſeiner Freundſchaft. Er ſchickte den