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riſchen Inſeln, und auf eben dieſer Hoͤhe von Nord gegen Suͤd, um einen Kompaßſtrich gegen Nord⸗ Weſt ab. Die Luft wurde immer milder und heite⸗ rer, und das Land ſchoͤner und fruchtbarer, je weiter er gegen Weſt fortſegelte. Er kam daher auf den Wahn, das irdiſche Paradies ſei nahe, das Meer er⸗ hebe ſich unmerklich gegen den Himmel, die Erde ſei nicht rund, und bei weiterem Fortſegeln wuͤrde er den Gipfel einer Hoͤhe erreichen, wo das Ende der Welt ſei und das Parad s ſich eroͤffne. Er bildete ſich ein, die Erde gleice einem weiblichen Buſen, und einer halben Birne, die Spitze ihres Poles ſtehe gerade in die Höohe, und dieſe Spitze ſei erhabener, der Luft und dem Himmel naͤher, die er beginne unter der Linie, und oben auf dieſer Spiitze ſei das irdiſche Paradies. Er glaubte ſogar, das ſuͤße Waſſer, wel⸗ ches er in einer Entfernung von 50 Seemeilen ſo uͤberfluͤſſg und mit ſo gewaltigen Stroͤmen antraf, fließe aus der Quelle, deren die Bibel erwaͤhnt, daß ſie den Ort des Vergnuͤgens bewaͤſſert habe. Er waͤhnte, daſſelbe verſenke ſich in den Meerbuſen, und erzeuge unter der Erde und unter dem Boden des Meeres jene vier großen Fluͤſſe, wovon die Buͤcher Moſes ſprechen.
Er wurde unterdeſſen ſo unpaͤßlich, daß er ſelbſt ſein Tagebuch nicht einmal fortſetzen konnte, ſondern dieſes den Steuermaͤnnern uͤbertragen mußte. Er entſchloß ſich nach Hiſpaniola zu ſegeln, und ließ


