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war, und der Admiral durch die Naͤnke ſeiner Feinde fo geſtuͤrzt ſchten, daß er nicht wieder kommen koͤnnte, ſo entſchloß ſich Roldan, die Regierung an ſich zu ziehen. Den Handwerksleuten, welche er ſeit Ko⸗ lom b's zweiter Ruͤckkehr fuͤr ſich zu gewinnen wußte, gab er vor, die Kolombe ſtrebten nach unumſchraͤnk⸗ ter Herrſchaft, ſie behandelten die Spanier ſelbſt wie Leibeigene, und ſuchten ſie durch Hunger und Elend in Unterthaͤnigkeit zu erhalten. Darin liege auch der Grund, daß ſo lange Zeit keine Schiffe mit Lebens⸗ mitteln angekommen ſeien; der fuͤr Hiſpaniola beſtimmte Vorrath ſei ohne Zweifel auf eine liſtige Art unterſchlagen worden.
Durch dieſe Einfluͤſterungen reitzte er die kuͤhnſten Spanier zu der Forderung, daß man die ſchlechte im Hafen noch befindliche Karavelle ſegelfertig machen, und dem Koͤnige Ferdinand den ſchlechten Zuſtand der Inſel berichten moͤge. Don Diego durchſchaute zwar, als ſie mit großem Ungeſtuͤmme das Schiff ver⸗ langten, den ganzen Plan um ſo mehr, als ſie ſogar den General, wenn ſie ihm begegnen wuͤrden, ermor⸗ den wollten. Doch glaubte er, die Zahl der Aufruͤh⸗ rer moͤchte nicht groß ſeyn, ſobald er den Roldan unter ſchicklichem Vorwande entfernt haͤtte; er uͤber⸗ trug ihm alſo die Anfuͤhrung einiger Mannſchaft zur
Erhebung der Abgaben von den Kaziken. Sobald aber dieſer einen Haufen auserleſener Soldaten unter ſei⸗ 6tes B. Indien. I. 2. 6


