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Ein junger Arragonier naͤmlich, Namens Mi⸗ chael Diaz, welcher nebſt Garay die neuen Berg⸗ werke entdeckt hatte, hatte einen Zweikampf mit ei⸗ nem andern Spanier, worin er dieſen ſehr verwun⸗ dete. Obſchon er in Bartholomaͤs perſönlichen Dienſten war, ſo ergriff er doch aus Furcht vor Strafe die Flucht nebſt noch 5— guten Freunden, und zwar vorerſt nach dem oͤſtlichen Theile der Inſel, und ging dann an dem ſuͤdlichen Ufer bis an die Muͤndung des Fluſſes Ozama, wo ein großes Dorf der Indier war. Da dieſen von den Spaniern noch gar kein Leid zugefuͤgt worden war, ſo wurden dieſe ſehr gut aufgenommen. Die Gebieterin Katalina verliebte ſich bald in ihn, und ſuchte ihn durch ſo viele Lieb⸗ koſungen und Wohlthaten zu feſſeln, daß aus dieſen Zaͤrtlichkeiten ſpaͤter zwei Kinder hervor gingen. So⸗ bald ihr Vertrauen feſte Wurzeln geſchlagen hatte, ſo zeigte ſie ihm einige, nur 7 Meilen entfernte Berg⸗ werke, und rieth ihm, die Spanier moͤchten ſich in dieſer angenehmen Gegend niederlaſſen. Diaz ergriff dieſe Gelegenheit zur Beſeitigung ſeiner Strafe; Ka⸗ talina gab ihm ſichere Wegweiſer auf die Entfer⸗ nung von s0 Meilen zur Stadt Iſabella, und er erfuhr bei ſeiner Aukunft, daß die Wunden ſeines Gegners geheilt ſeien. Da er jetzt ſich oͤffentlich zeigen durfte, ſo erſchien er ſogleich vor Bartholomaͤ, welcher ihn ungerne verloren hatte, deßwegen mit Freuden aufnahm, und ſeinen Vorſchlag gerne hoͤrte.


