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obſchon ſie im Beglaubigungsſchreiben nicht deutlich ausgedruckt war. Dieſes lautete naͤmlich:„Edle, Edel⸗ knechte und andere, die ihr euch nach unſerem Be⸗ fehle in Indien befindet. Wir ſenden unſeren Haus⸗ hofmeiſter, Johann von Agnado, zu euch„ wel⸗ cher in unſerem Namen mit euch reden wird, und wir befehlen euch, ſeinen Worten zu glauben. Na⸗ drid, 9. April 1495.“
Nachdem er ſeine Unterſuchung beendigt hatte, und nach Spanien zuruͤck kehren wollte, zerſchmetterte ein heftiger Sturm im Hafen von Iſabella die Schiffe, auf welchen er angekommen war. Da keine andere Schiffe mehr zu finden waren, als die beiden, welche der Admiral erſt vor Kurzen hatte bauen laſ⸗ ſen, ſo bot dieſer ſeinem Gegner eines mit dem Bei⸗ ſatze an, daß er ſelbſt das andere gleichzeitig beſteigen wuͤrde, um ſich vor ſeiner unpartheiiſchen Obrigkeit zu verantworten, ihr ſeine Entdeckungen zu eroͤffnen, und nach ihrem Verlangen ſein Gutachten uͤber die Theilungslinie zwiſchen Spanien und Portugal zu ge⸗ ben. Aguado wagte nicht die geringſte Einwendung, obſchon ihm der Admiral den Schein einer großen Gewalt ließ, und die weſentlichen Rechte ſeiner Wuͤr⸗ de ausuͤbte. Er uͤbertrug die Regierung waͤhrend ſei⸗ ner Abweſen heit ſeinen beiden Bruͤdern, und ernannte den gepruͤften Geſchaͤftsmann Roland zum Ober⸗
baupte der Gerichtskammer. Auch beſetzte er die
Schanzen gegen die Indier mit Befehlshabern, welche


