Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

186

ſchloß, ſich durch Liſt Vortheil zu verſchaffen. Da der Kazik Caunabo, als Fuͤrſt von Maguana, der fuͤrchterlichſte Gegner war, ſo verſuchte er, denſelben aus ſeinem Lande wegzunehmen. Er wußte, daß die⸗ ſer weit groͤßeren Werth auf Kupfer und Meſſing, als auf Gold legte, und daß er eine beſondere Gierde nach der Glocke zu Iſabella aus dem Wahne hatte, ſie koͤnne reden. Der Hauptmann Hojeda war noch

immer in der Cibgo'ſchen Schanze; dieſer verbreitete

das Geruͤcht, die Spanier wuͤnſchten einen dauerhaf⸗ ten Frieden, hegten fuͤr Caunabo die groͤßte Hoch⸗ achtung, und wollten ihn zur Beſtaͤtigung reichlich beſchenken. Hojeda reiſte mit 9 gut berittenen Spa⸗ niern unter dem leeren Vorgeben ab, er uͤberbringe die Geſchenke. Da ihre geringe Zahl keinen Verdacht erregte, ſo wurden ſie zu Maguana, als dem or⸗ dentlichen Wohnſitze des Kaziken, ſehr hoͤflich empfan⸗ gen. Nach einiger Unterredung zeigte Hojeda die Geſchenke, naͤmlich Hand⸗ und Fußſchellen, welche man den Ruder⸗Seclaven anlegte; ſie waren aus Meſ⸗ üng, ſo fein polirt, daß ſie wie Siülber glaͤnzten. Zugleich gab er vor, dieſe duͤrfe Niemand als die ſpaniſchen Koͤnige tragen; da jedoch der Admiral ihm die groͤßte Ehre erzeigen wolle, ſo ſchicke er ihm den Schmuck ſeiner eigenen Obrigkeit. Caunabo moͤge ſich alſo ein wenig mit ihnen entfernen, damit man ihm den Schmuck anlege, womit er vor ſeinen Unter⸗ thanen mit gleicher Majeſtaͤt, wie die ſpaniſchen Koͤ⸗