Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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ten antrafen. Bei ihrer Erſcheinung verſchwanden zwar ſogleich alle Indier; aber einer der Wilden aus San Salvador machte eine ſo vortzeilhafte Schil⸗ derung von den Fremden, daß ſie wieder Muth zur Ruͤckkehr faßten, und vor Nachts in ihre Wohnungen zuruͤck kamen. Man druͤckte die wechſelſeitige Erge⸗ benheit durch Geſchenke aus, und ſo brachten die Spanier ohne alle Beſorgniſſe dieſe Nacht unter ihnen zu.

Des andern Tages begaben ſich ſehr viele Ein⸗ wohner aus freiem Antriebe an den Hafen. Einige trugen das angekleidete Weib auf Schultern, deſſen Mann nebenher wandelte, um dem Admiral fuͤr dieſe Auszeichnung zu danken. Dieſe Indier waren zwar etwas weißer, als jene der uͤbrigen Inſeln, aber kleiner und ſchwaͤcher, ziemlich haͤßlich vom Geſichte, ruhigen und ſanften Charakters. Da ſie ſtets mit entbloͤßtem Haupte gingen, ſo war dadurch ihre Hirn⸗

ſchale ſo hart geworden, daß die Spanier in ſpaͤtern

Kriegen dieſelbe nicht einmal mit dem Saͤbel durch⸗ hauen konnten. Als der Admiral uͤber die Gegend von Cipango, welche ſie fuͤr Cibao hielten, mit ihnen ſprach; zeigten ſie ihm die Seite ihrer Lage, und deuteten thm zugleich an, daß er daſelbſt mehr Gold, als in einer andern Inſel finden wuͤrde.

Vor ſeiner Abreiſe wurde er noch von einem vor⸗ nehmen jungen Mann des Landes in Begleitung von