Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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die 3 Schiffe fuͤr Ungeheuer hielten. Der Admiral

landete, mit bloßem Degen und fliegender Fahne in den Haͤuden, aus einer bewaffneten Barke. Die Hauptmaͤnner der beiden andern Schiffe folgten ſei⸗ nem Beiſpiele mit ihren Fahnen, auf deren einer Seite ein gruͤnes Kreuz mit F, auf der andern viele gekroͤnte F F(Ferdinand) geſtickt waren. Bald eilte die ganze Mannſchaft an das Land, kuͤßte die Erde und dankte Gott fuͤr das gluͤckliche Ende der Reiſe. Jeder erneuerte zu Kolombs Fuͤßen ſeine Dankbarkeit und Unterthaͤnigkeit, und ſchwur ihm als Unterkoͤnig und Admiral den Eid der Treue. Er ließ ſogleich ein Kreuz an das Ufer pflanzen, das fpaniſche Wappen hinein graben, und nahm im Na⸗ men des Koͤnigs und fuͤr ihn Beſitz von der Inſel.

Die Einwohner rechneten dieſen Ceremonien daͤ⸗ moniſche Wirkung zu, wurden ſehr beſtuͤrzt, und liefen weg. Der Admiral ließ ihnen nachjagen; man ergriff einige, beſchenkte ſie und ließ ſie zu ihren Bruͤdern zuruͤck kehren. Dadurch wurden ſie bald vertraulich; einige ſchwammen an die Schiffe, an⸗ dere naͤherten ſich in Nachen(Canoas). Sie hatten ſchwarze, buſchichte Haare, welche theils wie Zoͤpfe durch eine Schnur um den Kopf gebunden waren, theils um die Schultern flogen. Die meiſten waren ſchlank, von angeuehmem Geſichte mit breiter Stirne, und olivenfarbig. Einige waren im Geſichte, andere