Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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bekennen, und ſich ihrer Rache Preis geben wolle. So tiefen Eindruck dieſe Erklaͤrung machte, ſo verſchwo⸗ ren ſie ſich doch zur Ruͤckkehr nach Europa, wenn in 3 Tagen kein Land entdeckt ſey.

Allgemein glaubte man, Kolomb habe ſich ohne beſondere Gefahr ein ſo kurzes Ziel geſetzt; denn er hatte ſeit einigen Tagen durch das Senkblei Grund ge⸗ funden, und aus der Beſchaffenheit des Schlammes oder Sandes auf Annaͤherung zum feſten Lande geſchloſſen. Er haͤtte auch ganz gewiß vor dem Ablaufe des Zie⸗ les Land entdecken koͤnnen, wenn er ſich gegen Suͤd, wohin alle Voͤgel zogen, gewendet haͤtte. Denn man ſah ſtets neue Schaaren, man konnte ſie nach der Farbe unterſcheiden, und hoͤrte ſie auch ſingen; ſelbſt die Thunfiſche erſchienen in groͤßerer Zahl.

Gluͤcklicher Weiſe folgten an den beiden naͤchſten Tagen ſolche Erſcheinungen, welche auch dem Furcht⸗ ſamſten Muth einfloͤßten. Die Matroſen des Admi⸗ ral⸗Schiffes naͤmlich ſahen einen großen gruͤnen Fiſch jener Gattung, welche ſich nie weit von den Klippen entfernt halten. Jene der Vinta ſahen ein neu ab⸗ geſchnittenes Rohr treiben; ſie ſiſchten auch ein be⸗ arbeitetes Stuͤck Holz nebſt einem Bunde Gras; letz⸗ teres ſchien erſt vor Kurzem am Ufer eines Fluſſes ausgeriſſen zu ſeyn. Jene der Nina ſahen den Zweig eines Dornbuſches nebſt deſſen Frucht; man ſchoͤpfte friſche Luft, und fuͤhlte ungleichen Wind, he⸗