104
aufmerkſam, unter ſteter Beobachtung des Aſtrola⸗ biums mit dem Senkblei in der Hand. Am 19. Sept. ſahen die Seeleute einen Vogel, welchen die Portu⸗ gieſen Aleatras nannten, und gegen Abend flogen viele ſolche Voͤgel um ihre Schiffe herum, was alle troͤſtete. In der Hoffnung auf die Naͤhe des feſten Landes wurde das Senkblei mit ungemeiner Freude in das Meer geworfen; allein 200 Faden reichten noch nicht zum Boden. Man bemerkte ſtets, daß die Stroͤme nach Suͤd⸗Oſt ſich zogen.
Am 20. Sept. naͤherten ſich zwei Alcatras dem Schiffe des Admirals; gegen Abend fing man einen ſchwarzen Vogel mit Enten⸗Fuͤßen und einem weißen Flecken auf dem Kopfe. Man ſah wieder viel friſches Gras, ohne daß man ſich weiter fuͤrchtete. Des an⸗ dern Tages ſchwebten drei kleine Voͤgel unter ſtetem Singen um die Schiffe herum bis zum ſpaͤten Abende, woraus man auf die Naͤhe ihres Aufenthaltes ſchloß. Bald wurde das Gras dichter, und mit Thon ſo ver⸗ miſcht, daß die Schiffe manchmal nur mit Muͤhe fort⸗ kommen konnten. Erregte dieß gleichwohl einige Be⸗ ſorgniſſe, ſo hoffte man doch auch bald wieder Land zu finden. Am 21. Sept. ſah man einen Wallfiſch, am 22. einige Voͤgel. An den drei naͤchſten Tagen verurſachte ein Suͤdweſt⸗Wind dem Admirale großen Kummer, waͤhrend er ſich ſtellte, als waͤre dieſer eine holde Gabe des Himmels. Denn ſeine Leute wurden ſteis unzufriedener und mißtrauiſcher auf ſeine


