83
Verſprechen des Admirals, ſo genannt, von Karaiben
oder Kanibalen bewohnt. Am 10. November ver⸗ ließen ſie Guadeloupe, entdeckten darauf Mont⸗ ferrat, St. Maria Rotonda, die St. Mar⸗ tins⸗Inſel, wo man Korallen fand, Jamaika (St. Maria de Antigua), und die Inſel Ayay oder Santa Cruz.— Als hier die Spanier anle⸗ gen wollten, wurden ſie von einer in Kaͤhnen Ka⸗ noës) fahrenden, von Frauen und Maͤnnern beglei⸗ teten Karaiben⸗Koͤnigin mit einem Hagel giftiger Pfeile begruͤßt; worauf Kolumbus Verſchiedene zu Gefangenen machen ließ, der Koͤnigin ſelbſt jedoch, weil ſie ſich ſchwimmend an das Land rettete, nicht habhaft werden konnte. Darauf ſegelte man vor den Inſeln St. Urſula und der Eilftauſend Jungfrauen, vor dem reichen und fruchtbaren, ſchoͤnen und regelmaͤßig bewohnten Bo rriquen, und traf am 21. an der Nordſeite von Hiſpaniola ein. Man nahm hier Waſſer, und fuhr dann landwaͤrts in s Tagen nach Villa de Navidad.
Hier fand Kolumbus zu ſeinem groͤßten Er⸗ ſtaunen nur noch einige Leichen von den zuruͤck gelaſ⸗ ſenen Spaniern und Alles in Veroͤdung. Durch Gold⸗ Erpreſſungen, Frauen⸗Raub und andere Unbilden, welche die Spanier gegen die Indier ſich erlaubt hat⸗ ten, waren die Kaziken und Indier aufgebracht, be⸗ ſonders die Indier des Kaziken Kaunaboa, wel⸗ cher alsdann in Gemeinſchaft mit Kolumbus Freunde,


