ten, zu murren und zu verzweifeln. Endlich droh⸗ ten ſie gar unſern Helden, dieſen genueſiſchen, vorher ſchon von allen einſichtigen Spaniern verlachten Prah⸗ ler, dieſen Abenteurer, wie ſie ihn nannten, todt zu ſchlagen, uͤber Bord zu werfen, und nach Hauſe zuruͤck zu kehren. Kolumbus, von dem Gelingen ſeiner Unternehmung feſt uͤberzeugt, ermahnte ſie ruhig und ernſt zu einer nur noch kleinen Geduld. Der Wind drehte ſich und wurde ſtaͤrker; man ſah gruͤne Binſen, friſch gepfluͤckte Fruͤchte, gekerbte Staͤbchen, Schellfiſche und andere Gegenſtaͤnde. Am 11. Oktober hatte Kolumbus alle Leute zur Wachſamkeit er⸗ muntert, als er gegen Mitternacht ein Licht in der Ferne, von Ort zu Ort wandelnd, wie eine Leuchte eines ſpaͤten Wanderers, wahrnahm. Am 12. Oktober mit Tagesanbruch ſetzte Kolumbus, wie er auf den kanariſchen Inſeln vorher ſchon angekuͤndigt hatte, nach einer 0 Meilen langen Fahrt ſeinen Fuß in die neue Welt, auf die Inſel Guanahani, von ihm San Salvador genannt.
Unter den ruͤhrendſten Ergießungen des Dankes und der Freude wurde die Inſel fuͤr Spanien in Be⸗ ſitz genommen, und Kolum bus auf das Feierlichſte als Admiral des Ozeans, als Vicekoͤnig und Statt⸗ halter der entdeckten und noch zu entdeckenden Laͤnder begruͤßt, waͤhrend die herbei gekommenen nackten In⸗ dier erſtaunt, die Fremdlinge fuͤr himmliſche Weſen bielten.


