Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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ſchehen war. Es hatten aber dieſe Landes⸗Edlen mit dem Schwert in der Hand ſich der Stadt Niſa be⸗ maͤchtiget, und ſich alles Land, bis Straliz, was fruͤher zum griechiſchen Gebiete gehoͤrte, unterworfen. Sie waren nun wohl darauf bedacht, wie ſie ſich die⸗ ſes Land erhalten moͤchten, und boten es als Lehen dem Kaiſer Friedrich an, und dieß nicht deßwegen, als ob ſie die Furcht dazu getrieben haͤtte, ſondern aus reiner Vorliebe fuͤr den teutſchen Kaiſer. Allein dieſer ſchiug dieſes Anerbieten ab, indem er ſagte: er ſei aus keiner andern Abſicht gekommen, als um das heilige Land aus den Haͤnden der Unglaͤubigen zu befreien. Dieß allein ſei die Urſache, warum er ſich dieſer beſchwerlichen Reiſe unterzoegen haͤtte; deßwe⸗ gen wolle er auch ſeine Streitkraͤfte keinem fremdarti⸗ gen Zwecke widmen, keinen chriſtlichen Fuͤrſten bekrie⸗ gen, alſo auch den grischiſchen Karſer nicht, wenn dieſer ja ſichern Durchzug durch ſein Land, wie er es oft verſprochen hatte, geſtatten, und das Heer mit dem Noͤthigen verſehen wonte; gegen diejenigen falſchen Chriſten aber, welche ſeinem Kreuzzuge hinterliſtig nachſtellen wollten, werde er ſich mit eigenen Waf⸗ fen zu ſchuͤtzen, und ſich den Weg nach dem Ziele ſei⸗ ner Beſtimmung zu bahnen wiſſen.

Warum aber dieſe Herren des griechiſchen Kai⸗

ſers Feinde waren, und ihm zu widerſtehen ſuchten, iſt Folgendes die Urſache. Als Emanuel, vormals Kaiſer zu Konſtantinopel, geſtorben war, und ſein