134 verſammelt waren. Eines Morgens zogen ſie mit dem Kreuze Chriſti aus der Stadt; der Prieſter Ar⸗ nold hielt eine kraͤftige Anrede, und wurde im hoͤch⸗ ſten Affect von der ſchreienden Menge unterbrochen, daß ſie lieber ruhmvoll ſterben, als ſich ſchaͤndlich zu⸗ ruͤck ziehen wollten; wer die kecken Heiden nicht bekaͤm⸗ pfe, ſey weder des irdiſchen, noch des ewigen Lebens wuͤrdig. Nachdem ſie ſich ale vor dem Kreuze ge⸗ kniet, ihre Suͤnden bekannt, und deren Nachlaß vom paͤpſtlichen Geſandten erhalten hatten, ſchlugen ſie ihr Lager auf. Des andern Tages zogen ſie gegen ihre Feinde, und wurden bei deren Anblicke von ſo gro⸗ ßem Vertrauen auf ſich begeiſtert, daß ſie glaubten, jeder Einzelne werde eine ganze Legion derſelben ſchla⸗ gen. Sie warfen ſich in dieſem⸗ Wahne mit wilder Unordnung unter die Feinde, und wurden mit einem Hagel von Pfeilen uͤberſchuͤttet. Zwar behaupteten ſie durch die Kraft des Schwertes das Schlachtfeld; allein die Sterblichkeit der Chriſten wurde ſo groß, daß aus Jeruſalem allein taͤglich 300 Todte ausge⸗ fuͤhrt wurden, und die große Ebene um Joppe in wenigen Tagen mit Grabhuͤgeln uͤberſaͤet war. Bald nach dieſem Siege brachte ein Bote der Einwohner von Joppe die Nachricht, daß ſie zu Land auf der andern Seite von vielen Reitern— zur See vom 42 Schiffen belagert ſeyen. Nach eingeernteter Beute leiſteten ſie zwar den Belagerten Huͤlfe, allein durch die wiederholten Angriffe der Feinde, und durch die
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