Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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de von dem Patriarchen zu Jeruſalem, dann auch von den roͤmiſchen Paͤpſten beſtaͤtigt, und mit vielen Pri⸗ vilegien beguͤnſtigt. Ihrer Hilfe bedienten ſich die Koͤnige und Fuͤrſten des Orients bei vielen Gelegen⸗ heiten; ſie leiſteten gegen die Saratenen, Araber und Tuͤrken, zu Waſſer und zu Land, ſo viele Dienſte, daß ihre Ordeusmeiſter zum Range der Fuͤrſten erhoben, und zu Ordensprioren oder Oberen in mehren chriſt⸗ lichen Laͤndern ernannt wurden. Dieſe hatten die Pflicht, die Ordensgebaͤude zu bewachen, die Ordens⸗ ritter zu leiten, und deren Einkuͤufte zum Beſten der Chriſtenheit zu verwalten.

Raimund berathete ſich mit ſeinen Ordensbruͤ⸗ dern uͤber die Regeln, nach welchen ſie leben woll⸗ ten. Zur Grundlage ſchrieben ſie den Gehorſam ge⸗ gen die Obern, die Verzichtleiſtung auf Eigenthum, und die moͤglichſte Keuſchheit vor, damit ſie nicht durch weltliche Geſchaͤfte von der Erfuͤllung ihrer geiſt⸗ lichen Pflichten abgehalten wuͤrden. Die ſpaͤteren Or⸗ densmeiſter fuͤgten noch hinzu, daß alle Mitglieder an Oſtern, Pfingſten und Weihnachten das Abendmahl nehmen, weder Handel treiben, noch Geld auf Zinſe leihen, weder Ordensguͤter ohne ihres Meiſters Ein⸗ willigung verkaufen, noch durch letzte Willensverfuͤ⸗ gungen irgend Jemanden als Erben einſetzen ſollten. Zugleich verboten ſie die Aufnahme eines Juden, Sa⸗ razenen, Arabers, Duͤrken, oder andern Unglaͤubigen, außerehelich Gebornen, wenn er nicht der Sohn eines