Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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der Staatskaſſa.

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Kaindu, durch einen großen ſehr fiſchreichen und ſalzichten See voll Perlen ausgezeichnet, welche durch ihre Ueberzahl laͤngſt werthlos geworden waͤren, wenn deren Fiſcherei ohne des Chans beſondere Erlaubniß geſtattet waͤre. Eben ſo war ein naher Berg reich an Tuͤrkiſſen, deren Ausfuhr gleichfalls mit der Todes⸗ ſtrafe bedroht war. Die heidniſchen Einwohner dieſer Provinz waren mit ihren Toͤchtern und Weibern noch zuvorkommender gegen die Fremden, als in Thebet. Vogel und wilde Thiere gab es im Ueberfluſſe, wie Zimmet, Ingwer, Gewuͤrznelken; den Mangel an

Wein erſetzten ſie durch ein herrliches Getraͤnk aus

Korn, Reis und Gewuͤrzen in Waſſer gekocht. Fuͤnfzehn Tagreiſen fuͤhrten noch durch Doͤrfer und Schloͤſſer, deren Bewohner den vorigen ganz gli⸗ chen, bis man an der Grenze der Provinz Kaindu den Goldſandfluß Brius erreichte, deſſen Ufer mit Zim⸗ metbaͤumen beſetzt waren. Jenſeits deſſelben lag die große und pferdereiche Provinz, Karayan, in wel⸗ cher Hupilai's Sohn, Eſentemur, als Statthalter war. Die bedeutende Hauptſtadt Nachi beſchaͤftigte ſich vorzuͤglich mit Handel, welcher von daſigen Ma⸗ hometanern und Neſtorianern ſehr belebt war. Ge⸗ traid und Reis gab es im Ueberfluſſe; aus letzterem wurde das Brod gebacken, aus erſterem ein Getraͤnke bereitet, welches mehr als Wein berauſchte. Mehre Brunnen enthielten ſalzreiches Waſſer zum Vortheile Das Fleiſch verſchiedener Thiere