Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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derte er durch das Land der Ketzer oder Molahedah unter dem Fuͤrſten Al⸗addin; durch eine große Wuͤſte nah Balk und Talkan, am Fluſſe Harrat, deſſen nahe Berge das feinſte Salz enthalten. Die anſtoßende Provinz Badakſchian war ſehr menſchenleer, obgleich reich an Edelſteinen, Getreide und guten Pferden. Der Weg fuͤhrte ihn nach Vakhan, in deſſen Umge⸗ bung ein ſehr hoher Berg iſt; durch eine unbewohnte Ebene in die Provinz Kaſhgar, deſſen Hauptſtadt Yar⸗ kien Einwohner mit geſchwollenen Beinen und dicken Haͤlſen hatte. Aus der menſchenleeren Provinz Peim gelangte er durch Serten nach Shatſcheu, am Ein⸗ gange der Provinz Tangut. Die Einwohner dieſer Provinzen hielt er fuͤr Mahometaner, vermiſcht mit wenigen neſtorianiſchen Chriſten und Goͤtzendienern. Sie trieben nur geringen Tauſchhandel, und ernaͤhr⸗ ten ſichsvon der Fruchtbarkeit des Bodens; die Heiden verbrannten die Leiber der Verſtorbenen unter ſonder⸗ baren Zeremonien.

Er ſchilderte die von zwei Wuͤſten begraͤnzte frucht⸗ bare Provinz Chamil oder Hami, welche ihre ei⸗ gene Sprache und Gebraͤuche hatte. Daſelbſt iſt merk⸗ wuͤrdig, daß jeder Familien⸗Vater bei der Ankunft eines Fremden ſein Haus verlaͤßt, und dieſem daſſelbe mit allen Bewohnern, alſo auch mit Frau und Toͤch⸗ tern zum beliebigen Gebrauche uͤberlaͤßt. Der Chan Meng ko verbot ihnen dieſes; allein die ſchoͤnen Wei⸗ ber und Toͤchter lebten nicht mehr ſo vertraͤglich mit