Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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gelaſſenen Habichte mit Pfeifchen zuruͤck zu rufen. Je⸗ der Falke hatte an einem Fuße ein ſilbernes Plaͤttchen mit dem Zeichen ſeines Herrn; war dieſes unbekannt, ſo wurde der Falke dem beſondern Bewahrer der her⸗ renloſen Thiere uͤbergeben. Nachdem ſie lange Zeit auf einer großen Ebene fortgezogen waren, kamen ſie endlich an eine Reihe von vielleicht 40,000 Zelten, welche einer Städt glich. Unter denſelben waren 10,000 Soldaten nebſt den Reichs⸗Raͤthen und vornehmſten Standes⸗Perſonen; das vornehmſte Zelt mit der Thuͤre gegen Mittag war dem Kaiſer; gegen Morgen ſtand ein anderes Zelt mit einem großen Verhoͤr⸗Saale und dem Schlaf⸗Gemache. Dieſes ruhte auf 3 ſchoͤn ge⸗ ſchnitzten und mit Loͤwen⸗Haͤuten bedeckten Saͤulen, deren Seitenwaͤnde mit koſtbaren Hermelin⸗ und Zo⸗ bel⸗Fallen behaͤngt, und durch ſeidene Stricke befe⸗ ſtgt waren. Die Gemahlinnen, Soͤhne und Beiſchlaͤ⸗ ferinnen des Chaus hatten auch ihre beſondern Zelte, wie deren Diener, und ſelbſt die Stoßvoͤgel, welcher man ſich zum Vogelfange bediente. Auf dieſer großen Ebene verweilte der Chan gewoͤhnlich den ganzen Maͤrzz waͤhrend deſſen wurden wichtige Staats⸗Angelegen⸗ heiten berathen, und ſaſt unzaͤhlige Voͤgel und Thiere gefangen. Denn wenigſtens 5. Tagreiſen auf der einen, 10 auf der andern und 4s auf der dritten Seite durfte Niemand jagen, Hunde oder Stoßvoͤgel vom Maͤrz bis zum Weinmonat halten. Waͤhrend dieſer Zeit iſt uͤberhaupt verboten, irgend ein Wild zu fan⸗