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die meiſten Straßen, oder wenigſtens jedes Ende eines jeden Theiles der Stadt, haben ein Thor mit einem Waͤchter, welcher es zur Zeit der Finſterniß verſchlie⸗ ßet; bei manchem ſteht eine Wache von 2—3 Janit⸗ ſcharen, welche das liederliche Geſindel Nachts von den Straßen abhaͤlt. Einige kleine Straßen beſtehen aus Krambuden ohne Wohnungen, welche Nachts ver⸗ ſchloſſen werden. Es gibt auch beſondere Handels⸗ plaͤtze, Bezeſtaus, welche unſeren Boͤrſen gleichen, und Nachts auch verſchloſſen ſind. Kramlaͤden von einerlei Waaren ſtehen gewoͤhnlich beiſammen.
Die tuͤrkiſchen Haͤuſer ſind nicht ſchoͤn, und mei⸗ ſtens rund um einen Hof gebaut; und zwar unten aus Steinen, oben aus Holzfaͤchern, welche mit un⸗ gebrannten Steinen ausgefuͤllt ſind, und wenige oder gar keine Fenſter gegen die Straße haben. So praͤch⸗ tig verſchiedene Moſcheen ſind, ſo iſt doch jene des Sultans Haſſan am Fuße des Schloßberges durch Feſtigkeit des Gebaͤudes und durch innere Pracht uͤber alle erhaben. Sie iſt ſehr hoch, laͤnglicht viereckig, mit einem weit vortretenden Karnieß umgeben, und mit einem beſonders grotesken Bildhnuerwerk nach tuͤr⸗ kiſcher Art geziert. Ehemals ging man durch verſchie⸗ dene Dreppen, welche jetzt abgeworfen ſind, und die Thuͤre iſt zugemauert, weil die Empoͤrer ſich gewoͤhn⸗ lich dahin gefluͤchtet hatten. Der Platz iſt ſehr feſt, weßwegen jetzt immer eine Garniſon von Janitſcharen in den an die Moſchee ſtoßenden Zimmern ſich auf⸗


