140
ordentlicher Weiſe zu Lande von Alexandrien hie⸗ her verbracht, und von hier zu Waſſer durch Boten nach
Kairo geſchickt, und zwar an den Tagen, da die Boote
nach Kairo gehen. Briefe aber von groͤßerer Erheblich⸗ keit, die Eile erfordern, werden von Fußboten durch die Wuͤſte gerade nach Kairo geſchickt.
Reikhe, iſt, daß der Nil bei Roſette nicht uͤber 3 Fuß ſteiget, weil ſeine Ufer niedrig ſind und das an den ufern getretene Waſſer ſich gleich uͤber das Laud ausbreitet.
Etwa 2 Meilen weiter nordwaͤrts ging Wans⸗ leben zu den Kaſtellen von Roſette. Eines, wel⸗ ches an der Weſtſeite des Flußes liegt, iſt ein vier⸗ eckiges Gebaͤude, welches an ſeinen Ecken und Win⸗ keln runde Thuͤrme hat. In der unterſten Abtheilung iſt es mit Schießloͤchern verſehen. Dieſes Kaſtell iſt
f
aus Ziegelſteinen gebaut und mit Steinen gefuͤttert.
Wansleben fand darin ohngefaͤhr 74 Kanonen,
von deren? von auffallender Goͤße waren; 424 Janit⸗ ſcharen als Garniſon und einen ſpaniſchen Renegaten als Kommandanten.— Im andern Kaſtell komman⸗ dirte auch ein Aga mit einer Truppe Mauren. Die⸗ ſes Kaſtell iſt nichts, als eine in einigen Vertheidi⸗ ungszuſtand verſetzte, und mit 7 Kanonen bewaffnete Moſchee. Am 14. Juli gegen Abend reiſte Wansleben in Begleitung eines Mauren, welchen der Vizekonſul ihm zum Begleiter und Wegweiſer gegeben hatte, von


