401
auf irgend etwas zu achten nach meiner Woh⸗ nung zuruͤck. Die Nachricht von meinem Un⸗ gluͤck war vor mir hergeeilt. Die Beſitzerin des Hauſes, eine harte Frau, erwartete mich vor ihrem Zimmer, und nachdem ihr die Wahrheit der Nachricht aus meinem Munde beſtaͤtigt worden, uͤberreichte ſie mir, nach ri⸗ nigen leeren Worten von Theilnahme, die in der vergangenen Woche aufgelaufenen Rech⸗ nungen, und verlangte, mit einigen Entſchul⸗ digungen, die Vorausbezahlung der Miethe fuͤr den kommenden Monat. Die Beerdigung mei⸗ nes Onkels hatte mich erſchopft; ich hatte ſo⸗ gar meine beſſern Kleidungsſtuͤcke verpfaͤnden muͤſſen. Jetzt uͤberließ ich der Wirthin den kleinen Reſt meiner Habe an Zahlungsſtatt, und verließ das Haus, ſo wie ich war, in dum⸗ pfer Verzweiflung. Ohne Geld, ohne Hof⸗
nung, ohne Freunde, ſelbſt fuͤr die naͤchſte Nacht eines Obdachs und Unterkommens be⸗ raubt, ging ich durch die wogende Menge, die, ohne an mich zu denken oder auf mich zu ſehn, ihren mannichfaltigen Zielen zueilte. In
II. Cc
———õ———


