Teil eines Werkes 
2. Bdchn (1824)
Entstehung
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cher Spuren erregen zu koͤnnen. Zwiſchen ihr und ihrem Manne war auch nie die Rede da⸗ von. Er liebte ſeine Frau, ſie gehoͤrte ihm an, und es mochte ihren Werth in ſeinen Augen erhoͤhen, daß ſie ſonſt Niemandem an⸗ gehoͤrte. 8

Sophiens Anlagen fuͤr die Buͤhne waren nicht ausgezeichnet. Dafuͤr aber hatte ſie an ihrem Manne einen unermuͤdlichen Lehrer; und die Bluͤthe ihrer Jugend, die Anmuth der Ge⸗ ſtalt und der Wohlklang ihrer Stimme erſetzte in den Augen des Publikums, was ihr an vollendeter Kunſt gebrach. Man ſah ſie gern, und, ohne ſie gerade mit Enthuſiasmus zu be⸗ wundern, liebte man ſie als eine angenehme Erſcheinung, die ſich anſpruchslos in den Scyranten ihres Talentes hielt.

Niemand kann gluͤcklicher ſeyn als dieſes Paar in den erſten Jahren ſeines Eheſtandes war. Beyde waren jung und liebenswuͤrdig; Er, ein edler und geſitteter Mann; Sie, be⸗ ſcheiden, liebend und lehrbegierig. Auch die