Teil eines Werkes 
2. Bdchn (1824)
Entstehung
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und der Ueberraſchte haͤtte nicht gewagt, ſie zuruͤckzuhalten; aber kaum hatte ſie einige Schritte vorwaͤrts gethan, als ſie ſich gleichſam beſinnend ihr Koͤpfchen nach ihm umkehrte, und fuͤr die verbindlichen Verſe dankte, die er ſeinem Blumenſtrauße beygefuͤgt habe. La Sery bat um Verzeihung fuͤr ſeine Kuͤhnheit; ſie antwortete mit einer Artigkeit, und bald wurden ſie, wie es unter Liebenden geſchieht, durch die unbedeutenden Worte zu bedeutſamern Erinnerungen fortgefuͤhrt. Indem ſie ſich neben einander tiefer in das Gebuͤſch verlohren, rollten ſich die Tage ihrer Kindheit vor ihnen auf; ihre Gefuͤhle begegneten ſich, wie ihre Blicke, und Eines fuͤhlte in dem Her⸗ zen des Andern, daß ſie von gleichem Ver⸗ langen und Hofnungen ſchluͤgen. Nur des An⸗ hauches eines entſcheidenden Wortes bedurft' es jetzt, um die bedeckte Gluth zur hellen Flamme anzufachen. La Sery ſprach es ſtam⸗ melnd aus; Roſalie reichte ihm erroͤthend die Hand; entzuͤckt, außer ſich druͤckte er die Lip⸗ pen darauf. Aber in dieſem Augenblicke wur⸗ den von fern Stimmen gehoͤrt. Die Verſpaͤtete 32