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In dem Schloſſe des Grafen Nogaret war mehr als gewoͤhnliches Leben. Die ſchoͤne Ro⸗ ſalie, die einzige Tochter des Grafen, die ſeit Kurzem aus ihrer Kloſterpenſion in das vaͤter⸗ liche Haus zuruͤckgekehrt war, feyerte ihren ſiebzehnten Nahmenstag; und da ſie heute zum erſten Male die Trauer fuͤr ihre verſtorbene Mutter abgelegt hatte, ſo erſchien ſie in dem Kreiſe der im Ritterſaale verſammelten Haus⸗ freunde und Klienten wie das milde Geſtirn der Liebe, oder wie Albano's Roſen ſtreuende Morgenroͤthe. Als ſie durch die weit geoͤfneten Fluͤgel hereintrat— in der zierlichen Morgen⸗ tracht, von weichem weißen Mull, ſelbſt die zierlichen Finger der ſchmalen Hand und den kleinen Fuß von gleichfarbigem Muſſelin un⸗ ſpannt, und der ſchlanke Wuchs von dem langen purpurnen Kaſchmirſhawl umflattert— erhob ſich die ganze Verſammlung von ihren runden Sche⸗ meln, und trat ihr mit ehrerbietiger Begruͤßung A 2


