Teil eines Werkes 
4. Bd. (1825) Sämmtliche Werke
Entstehung
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das, von der Liebe neu geweiht, mich ploͤtzlich neben jedem Nachtſtuͤcke des Scheidens ein lachen⸗ des Bild des Wiederfindens erblicken ließ. War es nicht, als verklaͤrte ſich die ganze Wohnung in dem Augenblicke, in welchem du, der erſte Geſpiele meiner Kindheit, der mir angeborne, unzertrennliche Gefaͤhrte meines Lebens, dieſe Schwelle betrateſt? Lange von mir erſehnt, kamſt du zu dem gebeugten Greiſe⸗ der keinen Sohn mehr an ſein Herz zu druͤcken hat; und dein Bruderkuß und die treuen Umarmungen der Schweſtern bekraͤftigen mich in dem Glauben an unſterbliche Liebe.— Ach! nur eine Stunde der

Begeiſterung noch, daß ich, voll jenes Glaubens, an dem Grabe meines Entſchlafenen und Ver⸗

herrlichten, ein letztes Lied ſinge, da, wo die

Thraͤnenweide ſich trauernd zur Erde neigt, und

die Sonnenblume zuverſichtlich ihr Haupt erhebt,

ſich zu erquicken an dem erwaͤrmenden Strahl,

der ſie einſt aus dem Staube ſo⸗ glaͤnzend her⸗ vorgehen ließ!