An die Nacht.
Biſt du nicht mehr dem Saͤnger hold?
Was that ich, traute Nacht? Hab' ich dich je fuͤr ſchnoͤden Sold, Fuͤr eitles Lob durchwacht?
Du hoͤrteſt mich: Die Laute klang Oft bis ans Morgenroth;
Doch Freunden nur und Maͤdchen ſang Sie, was mein Herz gebot.
Vom Nachruhm blieb ich unbethoͤrt; Um ſeinen Flitterſchein
Gab ich, am ſorgenloſen Herd, Nicht einen Becher Wein.
Was ſollte mir im oͤden Reich, Wo die Verweſung haust,
Sein Heroldsruf, dem Winde gleich, Der uͤber Gruͤfte ſaust?


