Die du ſo bang den Abenoͤgruß
Auf mich herunter weheſt,
Zur Wolke ſchwebſt, und mit dem Fuß Auf Todtenhuͤgeln ſteheſt,
O Linde! manche Thraͤne hat
Den Boden hier benetzet,
Und Menſchenjammer, blaß und matt, Auf ihn ſein Kreuz geſetzet.
Die auf dem Einen Huͤgel hier, Geweint um ihre Lieben, Die birgt ein andrer neben dir; Und ihrer wenig blieben. Sie ſchlafen. Ach! um ihr Gebein Verhallte ſchon die Trauer. Du Linde rauſcheſt ganz allein In athemloſe Schauer.
Die Linde auf dem Kirchhofe.


