Der Bluͤthenaſt am Quell verdirbt; Im Freundesbuſen wird es kalt; Und, ach! das treue Maͤdchen ſtirbt.
Mag lieben denn, mag lieben nicht! O weh und aber wehe mir! In Liebe ſtrahlt das Sonnenlicht, und faͤllt auf lauter Graͤber hier. Was einſt ich an mein Herz gedruͤckt, Iſt Aſche nun und Todtenbein; Es ſank, wo ich die Gruft geſchmuͤckt; Ihm ſinket nach der Leichenſtein.
Wohin, wohin? Denn Lieb' iſt Noth, und Alles wankt, und Alles weicht; Geboren wird's und geht in Tod: Wohin, ſo weit der Himmel reicht?
Zu dir hinauf, du Gotteskraft,
Die Baum und Wieſenquell erneut, Ohn' Ende wirkt, ohn' Ende ſchafft, Und noch das Grab voll Blumen ſtreut!
O du! dein Athem iſts allein; Der allen Staub lebendig weht; Du gabſt den Sternen ihren Schein,


