Bey der Geburt eines Maͤdchens.
Herrlich iſt der Fruͤhlingsmond,
Wenn, umſchwebt von Balſamduͤften,
In den Thaͤlern, in den Luͤften
Sichtbar Gottes Segen wohnt;
Wenn, einander liebzukoſen,
Eine Blumenſchar aus tauſend Knospen dringt, Und die Nachtigall den Roſen
Ihr Geburtslied ſingt!
Herrlicher iſt noch die Stunde, Roch in einem ſuͤßern Bunde Muͤſſen Erd' und Himmel ſtehn, Wenn ein Engel, ungeſehn, Unterm Nachruf ſeiner Bruͤder, Eine ſchoͤne Menſchenſeel' hernieder Aus der Seelen Vaterlande traͤgt, Daß, von Lieb' und Unſchuld groß gepflegt, Wallend durch des Lebens Dorngewinde, Sie das Paradies verkuͤnde!


