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Sie weinte mehr, als ihre Geſpielen; Jauſend Thränen fielen Von der blaſſen Wang' auf ihr Gewand. Sie weinte ſchöner, als ihre Geſpielen, Klagte ſüßer; und es fielen Ihr die Lorbern aus der Hand.
Mit Tönen, welche Seelen erweichen, Sprach der Venus holdes Kind.... Nicht leiſer flüſtert ein Abendwind In Cypreſſenſträuchen,
Wo beſchattete Leichen
Ihm heilig ſind....
„Pſyche“, ſprach es,„wie du mich beglückeſt, So beglückte dieſe Nymphe dich einſt;
Und der Schatten, um den du weinſt,
Und die Aſche, die du ſchmückeſt,
Winkten Freude dem Hirten zu;
Waren ein liebliches Mädchen, wie du.“
Pſyche ſah den bangen Schmerz Tief im Auge des weinenden Knaben; Und die Huldgöttinnen gaben Sanfte Weisheit in ihr Herz.
Denn ſie ging, mit ernſtem Schweigen, In das nächſte Wäldchen, und fing Zwiſchen Myrthenzweigen Einen Schmetterling.


