verer ſeines Stammes, hier ſeine Kunſte getrieben, ehe Hudſon das Land entdeckte. So viel iſt ſicher, das Thal ſteht noch immer unter der Herrſchaft ei⸗ ner Zaubergewalt„ die ſo viel Einfluß uͤber die gu⸗ ten Leute ausuͤbt,. daß ſie in ſteter Traͤumerei um⸗* her gehen. Sie hangen an jeder Art von Wunder⸗ glauben; haben Verzuͤckungen und Geſichte, ſehen oft ſeltſame Erſcheinungen, hoͤren Muſik und Stim⸗ men in der Luft. Die ganze Umgegend iſt voll von oͤrtlichen Maͤhrchen, Spukgeſchichten und Zwielicht⸗ Aberglauben; Sternſchnuppen und Lufterſcheinungen ziehen oͤfter leuchtend uͤber das Thal, als in andern Theilen der Gegend, und der Alp mit ſeinem Ge⸗ folg ſcheint es zum Lieblingſchauplatze ſeiner Gauke⸗ leien erkohren zu haben. Der herrſchende Geiſt dieſes bezauberten Gebie⸗ tes aber, der Oberfeldherr gleichſam aller luftigen Maͤchte, iſt die Geſtalt eines Reiters ohne Kopf. Einige ſagen, es ſei der Geiſt eines heſſiſchen Rei⸗ kters, dem in irgend einem nahmenloſen Gefechte waͤhrend des Freiheittrieges eine Kanonenkugel den Kopf weggenommen, und der uun immerfort von den Landleuten geſehen wird, wie er bei naͤchtlichem* Dunkel, auf den Fluͤgeln des Windes dahin eilt. Sein Spuk iſt nicht auf das Thal beſchraͤnkt, und erſtreckt ſich zuweilen anf die nachbarlichen Stra⸗ en, und beſonders in die Gegend einer nicht weit entſernten Kirche. Die glaubſpuͤrdigſten Geſchicht⸗
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Erzählungen / von Washington Irwing. Aus d. Engl. übers. von W. A. Lindau
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