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te ich dann ruhiger ſein. Aber dieß iſt der erſte Tag, woo ſie eine wahre Lebenserfahrung macht; ſie iſt in eine geringe Wohnung getreten, ſie hat den ganzen Tag gearbeitet, die armſeligen Einrichtungen des Hauſes zu ordnen, ſie hat zum Erſtenmahl die er⸗ muͤdenden Beſchwerden haͤuslicher Arbeit empfunden, ſie hat ſich zum Erſtenmahl in einer Wohnung ge⸗ ſehen, die jeder Zierde, faſt jeder Bequemlichkeit er⸗ mangelt— und nun wird ſie da ſitzen, erſchoͤpft und muthlos, und uͤber die Ausſicht auf ein duͤrftiges Le⸗ ben ſchwermuͤthig nachdenken.
Es war ſo viel Wahrſcheinlichkeit in dieſem Ge⸗ maͤhlde, daß ich nicht widerſprechen konnte, und wir gingen ſchweigend voran.
Als wir von der Straße auf einem beſchatteten Waldpfad abgewichen waren, erblickten wir die Huͤt⸗ te. Sie war von e weſcheidenem Anſehen, daß ein Schaͤferdichter es nicht beſſer haͤtte wuͤnſchen koͤnnen, aber doch angenehm laͤndlich. Wilde Reben hatten eine Seite mit uͤppigem Laube bekleidet; einige Baͤu⸗ me ſtreckten ihre Zweige freundlich uͤber ihr Dach, und ich ſah einige Blumentoͤpfe, die vor der Thuͤre, auf einem Grasplatze geſchmackvoll geordnet waren. Ein Pföͤrtchen fuͤhrte auf einen Fußpfad, der durch Ge⸗ buͤſch zur Hausthuͤre leitete. Als wir uns naͤherten, hoͤrten wir Muſik. Leslie faßte meinen Arm. Wir blieben ſtehen und horchten. Mariens Stimme ſang


