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Jo habe oft Gelegenheit gehabt, die Standhaftig⸗ keit zu beobachten, womit Frauen die druͤckendſten Gluͤckswechſel ertragen. Die Unfaͤlle, welche den Geiſt eines Mannes niederbeugen und ihn in den Staub werfen, ſcheinen alle Kraͤfte des ſanfteren Geſchlechts aufzurufen, und dem Gemuͤthe eine Unerſchrockenheit und Wuͤrde zu geben, die zuweilen an das Erhabene graͤnzt. Nichts kann ruͤhrender ſein, als der Anblick einer ſanften zaͤrtlichen Frau, die immer ſchwach und abhaͤngig war, jeder gemein unfreundlichen Behand⸗
lung ausgeſetzt, ſo lange ſie auf gluͤcklichem Lebens⸗
pfade wandelte, aber ploͤtzlich eine ſolche Staͤrke des Gemuͤthes erlangt, daß ſie ihren, vom Ungluͤcke ge⸗
beugten Gatten troͤſten und unterſtuͤtzen kann, und
mit unverzagtem Muthe die haͤrteſten Stuͤrme des Mißgeſchickes ertraͤgt. 9
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