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ſtickte Gefuͤhl der Poeſie wieder in mir auf. Ein Gedanke kam mir auf einmal in den Sinn.— Ich will ein Schriftſteller werden! ſagte ich zu mir. Ich habe bisher mich der Dichtkunſt, als einem Vergnuͤgen ergeben, und ſie hat mir nichts als Kummer verurſacht; ſo will ich denn verſuchen, was geſchehen wird, wenn ich ſie eifrig und als ei⸗ nen Beruf verfolge.
Dieſer Entſchluß, welcher ſo ploͤtzlich in mir entſtand, nahm eine Centnerlaſt von meiner Seele. Ich fuͤhlte an dem Orte, wo er in mir entſtand, ein gewiſſes Zutrauen in mir. Es ſchien, als ob meiner Mutter Geiſt ihn mir von ihrem Grabe her zufluͤſterte. So will ich denn, ſagte ich zu mir ſelbſt, mich bemuͤhen, alles das zu werden, was ſie in ihrer Liebe ſchon in mir zu ſehen glaubte. Ich will ſo handeln, als ob ſie Zeugin aller mei⸗ ner Handlungen waͤre, ich will mich auf eine ſolche
Weeiſe zu benehmen ſuchen, daß, wenn ich ihr Grab
wiederum beſuche, wenigſtens keine Thraͤnen der Reue aus meinen Augen fließen.
Ich buͤckte mich und kuͤßte den Raſen zur feier— lichen Beſtaͤtigung meines Geluͤbdes. Ich pfluͤckte einige Schluͤſſelblumen, die hier wuchſen, und legte ſie auf mein Herz. Ich verließ den Kirchhof mit erheitertem Gemuͤth, und machte mich zum dritten
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